Das Gebäude, seine Architektur und Funktion

 

Das neu erstellte Feuerwehrgerätehaus bildet den Anschluss einer zweistufigen Bauphase von Bauhof und Wehr an einem Standort außerhalb der geschlossenen Ortschaft, auf halbem weg zwischen Oberteuringen und Neuhaus. Der Standort ist optimal gewählt hinsichtlich der leichten Erreichbarkeit der zur Gemeinde gehörenden Außenbereiche mit seinen weit verstreuten Weilern und Einzelhöfen. Bereits im Jahr 1993 wurde dieser Standort ins Auge gefasst und durch die Erstellung eines Bebauungsplans gesichert. Mit dem Bau des Bauhofs wurde 1996/97 die 1.Bauphase begonnen; mit der Fertigstellung des Feuerwehrgerätehauses im Jahr 2002 ist die bauliche Entwicklung nun abgeschlossen. Die ersten Entwurfsgedanken stammen aus dem Jahre 1999. Nach vier Vorentwürfen wurde dann das Raumprogramm optimiert, was letztendlich zu einer Vergrößerung von Nutzfläche und Rauminhalt führte.

Nachdem die Wünsche und Vorstellungen eingeplant waren, erfolgte die Baugenehmigung im November 2000. Mit dem Spatenstich am 26.Oktober 2000 wurden die Bauarbeiten begonnen und im März 2002 wurden die Arbeiten abgeschlossen. Das Äußere des Gebäudes ist durch einen zweigeschossigen, längsgestreckten Baukörper gekennzeichnet, der eine dreischiffigen Halle ähnelt, an dessen Traufseiten eingeschossige Pultdächer angeordnet sind, die entweder Räumlichkeiten überdachen oder als großflächige Dachüberstände dienen. Wenn man von Oberteuringen herkommt, so fällt einem sofort die verglaste Eingangsfassade auf, sowie der zur Straße hin dominante Übungs-und Schlauchtrocknungsturm. Zur Ausfallstraße hin ist der Übungshof und die Fahrzeughalle orientiert, auf der Rückseite die Parkplätze und der Alarmzugang der Mannschaft. Das Gebäude verfügt über ein großzügiges Foyer. Erdgeschossig befinden sich Umkleideräume, Funkraum, Bereitschaftsraum und die Sanitärräume.

Nach Norden hin sind die Fahrzeughallen und die erforderlichen Werkstatträume funktionsgerecht und übersichtlich angeordnet. Im Obergeschoss befinden sich der große Schulungsraum sowie Räume für die Jugendwehr, das Büro des Kommandanten, Lehrmittel, Kleiderkammer und die Küche. Die Ausstattung des Gebäudes ist solid, qualitätvoll und frei von allem Zierrat. Die Details entsprechen der Funktion und den technischen

Anforderrungen, die an eine moderne Wehr gestellt werden.

Die im ersten Augenblick vermeintliche Großzügigkeit gewährleistet bereits heute, dass den immer rascher steigenden Anforderrungen an eine technisch perfekt ausgestattete Wehr auch in Zukunft Rechnung getragen werden kann. Die Gemeinde hat mit ihrer Entscheidung, den Bauhof und die Feuerwehr an einem gemeinsamen Standort in zentraler Lage ihres Gemeindegebietes zu erstellen, die richtige Wahl getroffen. So können sich beide Einrichtungen sowohl personell als auch in der Geräteausstattung effektiv und somit auch wirtschaftlich ergänzen.